Die Fotografie mit einer Lochkamera ist eine der ältesten Fototechniken, eine, die in zahlreichen Formen, Größen und Varianten durchgeführt wurde. Theoretisch kann eigentlich jeder lichtdichte Behälter (z. B. Schuhkarton, Konservenbüchsen usw.) in eine Lochkamera umfunktioniert werden.
Das Licht fällt nicht durch eine optische Linse bzw. ein Objektiv, sondern es wird durch ein winziges, verschließbares Loch eingefangen und auf lichtempfindliches Material in einer dunklen Kammer projiziert. Die Lochkamera blendet, bis auf dieses kleine Lichtstrahlenbündel in gerader Linie zwischen Objekt- und Bildpunkt, nahezu das komplette einfallende Licht aus und fängt auf diese Weise ein reelles Bild ein. Die Bildschärfe, ganz besonders aber der Verlauf der Tiefenschärfe ist ein Resultat des extrem kleinen Durchmessers dieses Loches (0,17 mm). Dieses Loch wurde früher oft mit einer Nähnadel gestochen, daher kommt die Bezeichnung pinhole camera.








